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Info zur Spenden Aktion 2009
Pressemitteilung
800,- Euro – mit Backbuch für guten Zweck!
Schwenk Mode Welten sammeln für Kinder in Namibia.
Ein „Guetslesbackbüchlein“ mit 64 Seiten erstellte das Modeteam in Eigenregie. Dazu wurden
von allen Mitarbeitern Backrezepte handschriftlich aufgeschrieben, eingescannt und alphabet-
isch sortiert zum Druck gebracht. Auftaktveranstaltung war dann am 10.12.09 die Schwenk
Mode Welten Guetslesparty wo das selbstgemachte Weihnachtsgebäck, welches die Mitarbei-
terinnen von zu Hause mitgebracht hatten, verköstigt werden konnte. Mit dem Chor Voice Quer-
beet vom Liederkranz Münsingen kam dann richtige Weihnachtsstimmung auf. Mit einer Diashow
wurde das Hoachanas Ark Projekt in Namibia den Kunden vorgestellt. Den ganzen Dezember
wurden Sammelboxen in den Geschäften neben dem Büchlein aufgestellt und gesammelt.
Teilweise haben Kunden über das Internet davon erfahren und haben spontan auch Spenden
überwiesen.
Die Spende geht an den Hoachanas Chidren Fund für das Projekt Hoachanas Ark über die Deutsch-Namibische Gesellschaft e.V. (DNG) in Göttingen. Das Geld wird gebührenfrei nach Windhoek über-
wiesen, von wo es dann direkt nach Hoachanas weitergeleitet wird. Dieter Schwenk verspricht -
jeder Cent kommt dort an, wo er benötigt wird. Er lernte schon vor einigen Jahren die Gründerin
des Hoachanas Children Fund, Angelika Gleich aus Aschaffenburg kennen und war mit ihr schon
vor Ort. Sie ist derzeit in Hoachanas und wird die Spende in Empfang nehmen. Weitere Inform-
ationen gibt es im Internet unter: www.hoachanas.dngev.de oder auf www.schwenk-mode.de
Dezember 2009 Newsletter von Angelika Gleich:
Liebe Paten, Freunde und Förderer des Hoachanas-Children-Fund,
danke, dass so viele von Ihnen die Kinder in Hoachanas unterstützen! Wieder sind viele Spenden von Menschen
eingegangen, die ich nicht kenne und von denen ich keine Adresse habe – offensichtlich haben Sie vom
Hoachanas-Children-Fund erzählt! Bitte richten Sie meinen und den Dank der Kinder, Jugendlichen und
Erwachsenen aus. Nach wie vor wird nicht ein einziger Cent für Verwaltungs-, Reise- oder andere Kosten, die
nicht unmittelbar den Kindern zugute kommen, ausgegeben.
Nachdem ich im Oktober und November in Bitterwasser / Hoachanas war, um wieder alle Patenkinder zu treffen
und nach den Projekten zu sehen, schildere ich Ihnen in einem weiteren Rundbrief meine Eindrücke. Gleich zu
Beginn möchte ich mich ganz herzlich bei Doris Desbessel und Birgitta Walter bedanken. Beide sind – natürlich
ebenfalls auf eigene Kosten – mehrere Wochen nach Bitterwasser gekommen, um mir zu helfen. Das hat mir
Vieles sehr erleichtert. Dankeschön!
Es war schon Anfang Oktober ungewöhnlich heiß, ca. 30°, und die Sonne brannte vom wolkenlosen, tiefbla uen
Himmel. Leuchtend rot sah man die Kuppen der Sanddünen über den hohen, gelb vertrockneten Gräsern der
Kalahari. Die Luft war staubtrocken. Es hatte seit April nicht mehr geregnet und auch bis jetzt, Anfang Dezember,
ist noch kaum ein Tropfen des ersehnten Regens gefallen. Die Tiere auf dem Feld leiden, aber auch die
Menschen, weil die Schafe, Ziegen und Kühe nicht gemolken werden können. Einmal gab es sogar 5 Tage lang
in ganz Hoachanas nur an einer Stelle ein wenig Wasser, weil die Pumpen im Ort nicht funktionierten!
Ich glaube, ich könnte ein Buch über die Eindrücke und Erlebnisse dieses Aufenthaltes schreiben – ich versuche,
das Wichtigste zusammenzufassen:
1. Patenkinder
Inzwischen werden über den Hoachanas-Children-Fund 300 Patenkinder gefördert. Damit hat das Projekt der
Patenkinder eine Größe erreicht, die ich gerade so noch überblicken und organisieren kann. Weitere Patenkinder
werde ich nur noch aufnehmen, wenn Patenschaften frei werden. Dafür bitte ich um Verständnis – es tut mir
selbst am meisten Leid.
Die Patenkinder an der AME-Private School traf ich in der Schule, die der P.J.Tsaitsaib kamen klassenweise
nach dem Unterricht in die Arche, die Kindertagesstätte des Hoachanas-Children-Fund. Wir sammelten wie
immer die Briefe ein, die sie mitgebracht haben. Manchen Kindern der unteren Klassen haben offensichtlich die
Lehrerin oder ältere Geschwister oder Eltern die Briefe geschrieben. Sie wollten einfach einen guten Eindruck
machen. Wir teilten den Kindern eine Packung Biskuits und ihre Schultasche aus (Sie können sie auf dem Foto
sehen, wenn Sie ein Patenkind haben). Außerdem ermittelten wir die Größen für die Schuluniformen und –
schuhe für die Bestellung im kommenden Schuljahr und überprüften, welche Kinder im Schülerheim oder einer
Suppenküche sind. Danach befragte John die Kinder, ob sie zuhause genug zu essen bekommen. In jeder
Klassenstufe gab es etliche Kinder, die – oft sehr verlegen – zugaben, dass es immer wieder Tage gibt, an denen
sie nichts zu essen haben. Sie fragen dann bei Nachbarn, manchmal aber ohne Erfolg. Es ist berührend zu
erleben, wenn so kleine Kinder auf die Frage, was sie denn machen, wenn es nichts gibt, antworten: „Dann bete
ich, dass es morgen wieder etwas gibt und schlafe.“ Wir haben notiert, welche Kinder äußerst bedürftig sind und
die Paten sehen das auf dem Anschreiben zu dem Bild und Brief des Kindes – Lösung habe ich auch noch keine.
Vielleicht können einige Paten ihnen eine Mahlzeit in der Suppenküche finanzieren (200.- Euro pro Jahr).
Einigen Paten muss ich leider wieder mitteilen, dass ihr Patenkind nicht mehr in Hoachanas ist. Manchmal wissen
die anderen Kinder, dass es in einem anderen Ort zur Schule geht, manchmal heißt es: „er ist auf der Farm“ oder
„sie muss für die Mutter sorgen“. Dafür sind etliche Kinder „wieder aufgetaucht“, von denen wir dachten, sie seien
weg. Manche hatten 2008 die 10. Klasse besucht, die Prüfung aber nicht bestanden. Einige davon durften die 10.
Klasse wiederholen. Leider wurde ich nicht informiert. Das soll in diesem Jahr besser werden.
In Mariental besuchten wir auch die zwei Schülerinnen an der Mariental High School, die dort gerade die 12.
Klasse absolvieren: Anna Johanna Jantze und Bertina Jahrs. Der Schulleiter bestätigte uns, dass beide gute
Schülerinnen und sehr fleißig sind. Jeden Morgen sind sie die ersten, die vor dem Klassenzimmer stehen. Beide
würden gerne an der Universität studieren: die eine Sozialarbeit und die andere Medizin. Beide Mädchen hätten
unmöglich die Highschool besuchen können und nun können sie vielleicht sogar studieren! Wir haben vereinbart,
dass sie – wenn über den Hoachanas-Children-Fund die Studien- und Hostelgebühren übernommen werden
können, die von den Studierenden gezahlt werden müssen (ca. 1000.- Euro jährlich!) – in ihren Ferien die
Projekte des HCF in Hoachanas unterstützen. So oder so hat die Tatsache, dass sie Patenkinder waren, einen
großen Einfluss auf ihr Leben genommen. Die beiden zu sehen, hat uns große Freude bereitet und uns ermutigt.
Ähnlich war es beim Treffen mit den Patenkindern an der Rehoboth High School. Die Jugendlichen erzählten uns
von den Schwierigkeiten, die sie am Anfang in dem fremden Umfeld hatten. Hier wird eine andere Sprache
gesprochen (Afrikaans), und auf die Nama-sprechenden Kinder „vom Land“ erst einmal herabgesehen.
Inzwischen haben sie sich aber alle gut eingelebt und Freunde gefunden. Auch hier wird einer die 12. Klasse
abschließen (Fritz Pieterson) und hofft, eine weitere Ausbildung machen zu können.
Für die Patenkinder in den 11. und 12. Klassen gibt der Hoachanas-Children-Fund durchschnittlich € 300-00
(Mariental High) bzw. € 200-00 (Rehoboth High) aus. Leider haben wir von den Lehrern erfahren müssen, dass
die Jugendlichen trotzdem mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Die Jugendlichen haben uns das dann
auf Nachfrage bestätigt: Jedes 3. Wochenende müssen sie aus dem Hostel, weil „home-weekend“ ist. Da fallen
Transportkosten an, die von der Familie oft nicht aufgebracht werden können. (Aus diesem Grund durfte vor
einigen Jahren ein Patenkind, Manuela, nicht weiter zur Schule gehen. Die Familie konnte nur für ihren
Zwillingsbruder, Manuel, die Transport- und übrigen Kosten (Toilettenartikel, Decke, abschließbarer Koffer)
aufbringen.) Solange nur so wenige Kinder die höheren Klassen besuchten, war das kein Problem, die Kosten
konnten von zusätzlichen Spenden beglichen werden. Ich kann nur hoffen, dass die Spendenbereitschaft auch
weiterhin hoch bleibt!
Dieses Patenkind, Manuel Lukas, hat inzwischen sein erstes Studienjahr als zukünftiger Lehrer erfolgreich
beendet (Die Zwillingsschwester Manuela wird im kommenden Jahr versuchen, über das Fernstudium „Nam Col“
den Schulabschluss nachzuholen.)
Neville Eiseb, immer noch „Patenkind“ wird im Mai seinen Universitätsabschluss im Fach Chemie machen.
Shirley !Nakom, ein ehemaliges Patenkind hat eine gutbezahlte Festanstellung an der Klinik in Hoachanas. Sie
berät Kinder, Jugendliche und Erwachsene über TBC, HIV und andere chronische Krankheiten. Sie machte ihren
Abschluss über Nam Col und etliche Kurse und nun hat sie einen guten Arbeitsplatz, der auch noch in
Hoachanas ist!
Aber auch wenn nur wenige Patenkinder den Abschluss nach der 10. oder 12. Klasse schaffen und natürlich noch
weniger einen Studienabschluss, ist es doch für alle Kinder ein großer Fortschritt, dass sie jetzt 10 Jahre lang in
Hoachanas zur Schule gehen können. Das ist auch dem Hoachanas-Children-Fund und damit Ihnen, den Paten
und Förderern, zu verdanken. Mr. Topnaar, der Rektor, hofft zusammen mit dem ganzen Lehrerkollegium, dass
in diesem Jahr 20 Schüler(innen) die Prüfung nach der 10. Klasse bestehen. Ich wäre schon mit 16 zufrieden –
immerhin wäre es eine Steigerung um 100%! Im Januar werden wir es wissen.
Das Hoachanas-Children-Fund – Komitee hat zwei Schülerinnen und einem Schüler der 10. Klasse erlaubt, sich
um eine Patenschaft des HCF zu bewerben. Sie haben gute Schulleistungen und werden die Prüfung mit
ziemlicher Sicherheit bestehen. Die Familien können den Jugendlichen aber den Schulbesuch in Mariental oder
Rehoboth nicht finanzieren. Sie würden also untätig zuhause sitzen oder bei Ziegen und Schafen auf dem Feld.
Meine Bitte: Mit Sicherheit werden einige Patenkinder, die jetzt in der 10. Klasse waren, die Prüfung nicht
bestanden haben und auch die 10. Klasse nicht wiederholen. Könnten diese Paten an deren Stelle eines dieser
drei Kinder fördern? Würden Sie mir Bescheid geben, wenn Sie dazu bereit sind?
Viele Paten hatten mir Geld geschickt, mit dem ich etwas für die Kinder kaufen sollte. Sie sehen es auf den
beigelegten Fotos, was die Kinder bekommen haben. Manche Gelder habe ich erst nach meiner Rückkehr
bekommen – die werde ich im Januar ausgeben. Auch die Briefe Geschenke habe ich verteilt – das ist natürlich
immer etwas ganz Besonderes! Trotzdem: Viele Nachfragen ergaben, dass sich die Kinder fast alle immer nur
eines wünschen: Essen.
2. Neue Patenkinder
35 aufgeregte Kinder saßen im Lehrerzimmer der P.J.Tsaitsaib-Schule und hörten sich an, was es bedeutet,
Patenkind des Hoachanas-Children-Fund zu sein. Es bedeutet, ohne Angst in die Schule gehen zu können, weil
das Schulgeld bezahlt wurde. Es bedeutet, sich nicht schämen zu müssen, weil man einmal im Jahr eine neue
Schuluniform bekommt und neue Schuhe. Es bedeutet, zweimal im Jahr etwas zu bekommen: Essensgutscheine,
Toilettenartikel und eine Schultasche in diesem Jahr. Es bedeutet, der Schule zu helfen, weil sie zusätzliche
Schulbücher, Unterrichtsmaterialien oder Papier kaufen kann. Es bedeutet auch die Verpflichtung jeden Tag zur
Schule zu gehen, fleißig zu sein, zweimal jährlich einen Brief zu schreiben und sich fotografieren zu lassen.
Diesmal habe ich die Kinder einzeln in ihrer Sprache befragen lassen, wie die Versorgung mit Nahrungsmitteln
ist: Nur vier von den 35 Kindern haben jeden Tag etwas zu essen. Da wurde mir die Bedeutung der
Suppenküchen sehr bewusst!
3. Suppenküchen
In allen vier Suppenküchen wird inzwischen statt für 10 für 15 bzw. 16 Kinder gekocht, da einige Paten das
Mittagessen für ihre Patenkinder finanzieren. (200.- € pro Jahr) So wurden diese Kinder zusätzlich in die
Suppenküchen aufgenommen.
Es ist wunderbar, die positive Entwicklung und Veränderung der Kinder zu sehen, nachdem sie eine Weile eine
tägliche Mahlzeit bekommen! Vielen Dank für alle Spenden, die in die Suppenküchen fließen!
Alle Suppenküchen hatten im April ein Startkapital von 30.- € bekommen, um einen Garten anzulegen. Bei der
„Albert-Schweitzer-Suppenküche“ konnte ich einen ordentlichen Garten (ca. 12 qm) bewundern, ebenso bei der
Arche (ca. 25 qm). An der Schwarzwald-Suppenküche ist der Boden zu felsig. Nun wollen sie versuchen, ein
„Hochbeet“ anzulegen. Bei der „Oelde-Suppenküche“ gibt es einen Gemüsegarten von ca. 50 qm! Simon sagte,
dass er auch schon viel verkauft habe. Es wachsen Karotten, Rote Bete, Zwiebeln, Mais, Kürbis. Simon wird in
den nächsten Wochen ein Gartenseminar durchführen. Er wird 4 Teilnehmer an 5 – manchmal wochenlang
auseinander liegenden – Tagen in das Geheimnis des Gemüsegartens einweihen. Diese Teilnehmer haben sich
verpflichtet, das, was sie bei ihm lernen, in eigenen Gärten auf ihren Grundstücken umzusetzen. Dieses Seminar
wird der HCF mit € 250.- unterstützen. (Samen, roter (fruchtbarer) Sand von den weit entfernten Dünen, einige
Geräte, Wasser)
An zwei Suppenküchen, der „Crystal“- und der „Albert-Schweitzer-Suppenküche“ wurde seit dem 2. Trimester
auch für Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen gekocht. Unabhängig davon, ob es Patenkinder sind oder
nicht, wählten die Lehrer nach dem 1. Trimester die 10 aus, die die besten Fortschritte machten. Ihre Belohnung
war eine tägliche Mahlzeit in einer der Suppenküchen. Nach dem 2. Trimester kamen 10 weitere dazu. Alle sind
sehr erfreut über diese Art der Anerkennung. Vielen Dank für die Spenden, die der HCF zur freien Verfügung
bekam – u.a. dafür wurden sie verwendet.
Die „Oelder Gruppe“ hat Geld gespendet, mit dem 5 Schafe für die verschiedenen Suppenküchen und die Arche
gekauft werden konnten. Sie wurden nacheinander an der Arche geschlachtet und an die Suppenküchen verteilt.
So gab es im Oktober / November wahre Festessen. Gemüse und Obst konnte ich in Mariental – „nur“ ca 1 ½
Autostunden entfernt - einkaufen.
4. „Hoachanas-Ark“ – die Kindertagesstätte „Arche“
In der „Arche“ gibt es neben den 8 „Köchinnen“, die je zu zweit eine Woche lang für die Kinder die Mahlzeiten
zubereiten, 8 „Lehrerinnen“, die sich ebenfalls jeweils zu zweit um die Kinder kümmern. Alle sind junge Mütter
von Kindern zwischen wenigen Monaten und zwei Jahren. Keine von ihnen hat einen Schulabschluss, alle sind
ohne Arbeit und nur zwei werden von den Vätern der Kinder unterstützt. Alle bekommen keinen Lohn, dürfen aber
in der Arche mitessen. Im Gespräch mit ihnen wurde uns klar, dass eine gezielte intellektuelle Förderung der
Kinder nicht üblich ist. Babys werden den ganzen Tag herumgetragen und liebkost. Viele der kleinen Kinder
geben sich mit den wenigen „Spielsachen“, die ihnen zur Verfügung stehen, zufrieden. Ruhig sitzen Kinder im
Kleinkind-, Kindergarten- und selbst im Grundschulalter oft stundenlang da, halten ein kleines Stückchen Papier
oder andere Gegenstände des Alltags in der Hand und betrachten es. Da sie dabei sehr wenige Anregungen
bekommen, können sie leider nur schlecht malen (auch weil es in den meisten Familien den Luxus von Stiften
und Papier nicht gibt), nicht zählen oder puzzeln. In der Arche gibt es nun einen „Stundenplan“ für die
„Lehrerinnen“ und die Kinder und alle fühlen sich wohl damit. Nach dem Mittagsschlaf und der Lernzeit dürfen die
Kinder oft fernsehen, damit sie Englisch lernen.
Die Arche wird richtig gut genutzt:
Die „Lehrerinnen“ und „Köchinnen“ bringen natürlich ihre Babys mit, so ist sie so etwas wie eine
Kinderkrippe.
An vier Vormittagen trifft sich eine kleine Kindergruppe von 5 Kindern, die noch nicht in den Kindergarten
gehen. Betreut werden sie von Renthia bzw. Melissa. Beide sind ehemalige Patenkinder, die die Schule
nicht abgeschlossen haben und jetzt selbst Mütter sind. Sie spielen mit den Kindern, lassen sie malen
und sprechen immer wieder Englisch mit ihnen. Im Anschluss an die zwei Stunden Spielzeit bekommen
natürlich alle ein Mittagessen.
Nach der Schule kommen die 12 ausgewählten Waisenkinder, die dann bis zum Abend bleiben. Einige
der Kinder werden im neuen Schuljahr ins Hostel untergebracht. Die jungen Frauen an der Arche sind als
Betreuerinnen mit älteren Jugendlichen überfordert und die Kinder sind alt genug, dort zurecht zu
kommen. Bei zwei anderen hat sich die finanzielle Situation zuhause geändert (die Schwester bzw. Tante
hat eine Arbeitsstelle) sodass diese Kinder nun von der Familie versorgt werden können. Dafür wird das
Komitee neue Kinder aussuchen, die in die Arche kommen dürfen.
An drei Nachmittagen kommen die 25 Kinder des „Senfkornprojekts“ mit ihren zwei „Lehrern“ an die
Arche zum Mittagessen. Sie haben vorher im „Christo Center“, in dem auch der Kindergarten der Kirche
ist, gelernt und Hausaufgaben gemacht.
Im neuen Schuljahr werden sich die „Nam-Col-Students“ morgens in einem Raum der Arche treffen und
gemeinsam lernen.
Für alle gibt es hier eine kleine Leihbibliothek mit Kinder- und Jugendbüchern. Allerdings dürfen die
Bücher nicht mit nach Hause genommen werden.
Auch hier ist es beglückend zu sehen, wie wohl sich alle in der Arche fühlen und wie sich die Waisenkinder
entwickeln. Vielen Dank für alle Spenden, die die Arche möglich gemacht haben und weiter ermöglichen!
Ich könnte noch von vielen weiteren positiven Entwicklungen erzählen, dem Babymilch-Projekt, dem Senfkorn-
Projekt, dem Großmütter-Projekt usw.. Da ich aber in drei Wochen schon wieder nach Namibia fliegen werde,
verschiebe ich die Berichte darüber auf den nächsten Rundbrief.
Es bleibt der Konflikt, wie die Spendengelder am besten verwendet werden sollen – einerseits stimmt sicher der
Satz von Benjamin Franklin „Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen“, andererseits
entwickeln sich ohne genügendes Essen weder Körper noch Geist. Bezogen auf Hoachanas muss man wohl
einfach in größeren Zeiträumen denken: Dadurch, dass ein Kind aus Hoachanas Chemiker, Lehrer oder Ärztin
wird, ändert sich am Leben in dem Ort so schnell nichts. Auf Dauer in ganz Namibia und auch in Hoachanas aber
sicher schon. Namibia gibt 21,5 % des Staatshaushaltes für Bildung aus, die Rate der Neuansteckungen von
HIV-Aidskranken ist 2008 erstmals niedriger gewesen als im Jahr zuvor.
Ich bin überzeugt, dass unser Konzept
der Förderung von Bildung über die Patenschaften,
im Rahmen des Möglichen, die Versorgung der Kinder mit Nahrungsmitteln
und die Möglichkeit zu geben, Einkommen zu erwirtschaften (Stickerei, Metallbearbeitung, Steine,
Gartenbau, Ziegen)
in Hoachanas schon viel Gutes bewirkt hat. Ich hoffe, dass es weiter geht!
Am 8. Mai feiern wir in Aschaffenburg „10 Jahre Hoachanas-Children-Fund“ – wenn das Auswärtige Amt die
Flugkosten übernimmt, sogar mit einem kleinen Chor aus jungen Leuten aus Hoachanas. Alle sind irgendwie mit
dem Hoachanas-Children-Fund verbunden. Sie werden in Liedern und Tänzen die Geschichte des Nama –
sprechenden Volkes (mit den vielen Klick- und Schnalzlauten) erzählen. Tragen Sie sich doch diesen Termin
schon einmal in Ihren Terminkalender ein. Es wäre schön, wenn viele Paten und Förderer kommen könnten!
„Wer etwas Großes erreichen will, darf nicht vergessen, den kleinen Dingen Aufmerksamkeit zu schenken. Denn
aus einer Ansammlung kleiner Dinge erwächst das Große.“ (Santokus)
Herzliche Grüße
Angelika Gleich
P.S. Da ja nicht alle von Ihnen Paten sind, hier noch einmal die Kontoverbindung:
Dresdner Bank Düsseldorf Für Überweisungen aus dem Ausland:
Konto Nr. 21 13 50 820 IBAN: DE90 3008 0000 0211 3508 20
Bankleitzahl: 300 800 00 S.W.I.F.T.: DRESDEFF300
Begünstigter:
DNG-Hoachanas
Dazu hier die Erklärung, die Sie auch auf der Homepage der Deutsch-Namibischen-Gesellschaft e.V.
finden http://www.dngev.de/ :
„Da die Finanzämter für Spenden unter 201,- EUR den Kontoauszug oder den Einzahlungsbeleg als Nachweis für
die Steuererklärung anerkennen, ändert die Deutsch-Namibische Gesellschaft e.V. ab sofort das Verfahren bei
der Ausstellung und Versendung der Zuwendungsbescheinigungen (früher: Spendenbescheinigung).
Diese Bescheinigungen werden für Beträge bis zu einschließlich 200,- EUR nun nicht mehr ausgestellt, was
enorm viel Zeit und vor allem Geld für Porto, Papier, Umschläge usw. spart. Den Text unserer Steuerfreistellung
finden Sie am Ende dieser Seite zum Ausdrucken, falls das eine oder andere Finanzamt das für die Anerkennung
der Spende wünscht.
Für Spenden ab 201,- EUR stellen wir auch weiterhin Zuwendungsbescheinigungen aus, wenn die Adresse des
Spenders bekannt ist.“
Hier geht es zum neuesten Newsletter über Namibia Stand März 2010>>>>>>
| Link zum Hoachanas Children Fond für weitere Infos |
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